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Codex-Projekt: Wie ich diese Webseite ohne klassische Coding-Erfahrung gebaut habe

Infografik zum Low-Code- und KI-gestützten Entwicklungspfad eines Personal-Branding-MVPs mit Codex, Management-Expertise und agilem Workflow
Low-Code- und KI-gestützter Entwicklungspfad dieser Website als Personal-Branding-MVP.

Für eine Webseite braucht man ein CMS, eine Meute von IT-Spezialisten, einen Web-Designer, SEO-Erfahrung, Budget, ein Team für Inhalte, Marktforschung und noch viel mehr. Das war einmal. Oder anders ausgedrückt: Das stimmt nur für bestimmte Anwendungsfelder - und auch dann nur noch zum Teil. Denn mit neuen Möglichkeiten, die sich durch die im Allgemeinen “KI” genannte Technologie ergeben, können Webseiten ganz anders entstehen.

Ich selbst habe, außerhalb des schulischen “Hallo-Welt”-C++-Mikro-Einblick, keine fundierten Kenntnisse von Programmiersprachen oder technischer Architektur. Und trotzdem ist dieses MVP entstanden. Eine Minimalversion einer eigenen Web-Präsenz, die mich und mein Wirken präsentiert. Und das ohne klassisches Coden oder klassische Webentwicklung.

Ergebnis: Innerhalb weniger Tage entstand ein funktionierendes MVP mit Navigation, Inhaltsstruktur, GitHub-Workflow, Artikelfunktion und ersten dynamischen Elementen.

Wie ist diese Seite also entstanden?

Zuerst die Technik hinter der Seite: Ich habe sie mit OpenAI Codex entwickelt, einen simplen GitHub-Workflow aufgebaut und begonnen, Inhalte strukturiert und live auszuspielen. Das war es technisch schon. Alle Inhalte schreibe ich selbst und lasse sie von ChatGPT redigieren. Die Grafiken im Bereich meiner Masterarbeit habe ich mit klassischen Tools wie Figma, Microsoft Whiteboard und weiteren Anwendungen erstellt. Die Infografiken zu meinen Texten in den Einblicken erstelle ich mit NotebookLM und nutze dafür meinen Text, ein Referenzdesign und einen kurzen Prompt. Was man also technisch für die Webseite braucht, ist KI-Kompetenz, zwei Tage Zeit, Lernbereitschaft und Hartnäckigkeit, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt.

Viel wichtiger als die Technik dahinter sind jedoch andere Kenntnisse und Talente. Meine Erfahrung im Management von redaktionellen Teams und digitalen Produkten hilft natürlich gewaltig, sich nicht irgendwo zu verrennen und beispielsweise klare Strukturen schon vorab zu entwickeln. Dazu standen schon vorab ein Konzept zur inhaltlichen Ausrichtung und strukturiert aufbereitete Daten zur Verfügung. Welche Daten möchte ich auf dieser Seite veröffentlichen? Woher kommen die Daten und welche sind geeignet, um sie aufzubereiten? Diese Fragen sind genauso wichtig wie solche nach der Zielgruppe, dem Zweck und dem Mehrwert eines Produkts.

Meine Seite - mein Produkt

Und genau so entstand und entsteht diese Seite. Als Produkt, das aktuell als MVP in seiner 16ten Iteration vorliegt. Sechszehn? Ja, in der ersten Woche habe ich jeden Tag mindestens eine Verbesserung implementiert. Manche Anpassungen waren winzig, bei anderen war der Prompt ellenlang. Manche, wie die Artikelfunktion, entstehen aus einem Schmerz heraus - dem, mich ausdrücken zu wollen und meine Erfahrungen nicht nur in Stichpunkten zu verbalisieren - andere hingegen habe ich rein aus Neugierde integriert. Der Download- und Views-Zähler in den Masterarbeitsinformationen ist so eine Funktion. Dort holt sich ein Script wöchentlich die Statistik aus meiner DOI.

Das alles geht so schnell, weil ich nach dem Scrum-Framework arbeite. Und ja, wenn man etwas weglässt, ist es kein Scrum. Und da ich ohne dedizierten Scrum-Master und Product-Owner auskommen muss, Retros mit mir selbst halte, meine Sprints praktisch maximal nur drei Tage lang sind und meine Reviews mit den Stakeholdern nur WhatsApp-Chats mit Freunden und Bekannten sind, ist es eigentlich kein Scrum. Aber die Lernkurve und die Geschwindigkeit der Entwicklung profitieren massiv von diesem agilen Vorgehen.

Was habe ich also bisher geschafft? Ich habe eine funktionierende eigene Webseite als praktischer Nachweis für KI-gestützte Produktentwicklung gebaut. Die ersten Inhalte sind live und Feedback fließt regelmäßig in das Produkt. Dazu gibt es einen funktionierenden KI-gestützten Workflow und mächtig Spaß an diesem Projekt.

Diesen Spaß trüben auch Schwierigkeiten und Rückschläge nicht. Klar ist es enttäuschend, wenn die Künstliche Intelligenz dir sagt, dass deine Idee technisch extrem aufwändig ist. Natürlich ist man unzufrieden, wenn das Commit und der Push bei der Übergabe an GitHub klappt, aber dann GitHub Pages streikt. Und selbstverständlich habe ich schon Dinge zurückbauen lassen, weil sie nicht komplett durchdacht waren. Aber all das führt dazu, dass man lernt. Ich vertiefe aktuell meine KI-Fähigkeiten und meine Kenntnisse aus der Produktentwicklung an diesem Projekt und verknüpfe so unterschiedliche Erfahrungsfelder.

Ich werde in unregelmäßigen Abständen die (Weiter-)Entwicklung dieser Seite kommentieren und neue Techniken, Ideen oder Fehlschläge in diesem Abschnitt zeigen.